PROGAS / Sven Wied
In Hochwasserschutzgebieten muss der Gastank in jedem Fall fest mit einer schweren und unterspülungssicheren Bodenplatte verbunden sein, damit er nicht vom Wasser mitgerissen oder bewegt werden kann.
Bewertung: Wie hoch ist das Hochwasserrisiko für Ihr Haus?
Wenn Sie wissen wollen, wie gefährdet Ihr Haus ist, können Sie Hochwasserkarten Ihrer Gemeinde oder Stadt einsehen. Dort sind auch die Gebiete aufgeführt, die aufgrund hohen Risikos nicht neu bebaut werden dürfen. Die Einteilung erfolgt nach bisherigen Ereignissen und ihrer Häufigkeit: Wenn nur alle 200 Jahre mit Wasserhöchstständen zu rechnen ist, gilt ein niedriges Risiko. Als mittelgefährdet gelten Gebiete, wo es im Durchschnitt alle 100 Jahre zu einem Hochwasser kommt. Bei noch häufigeren Ereignissen gilt ein hohes Hochwasserrisiko. Viele Hochwasserrisikokarten sind mittlerweile online einsehbar. Zum Beispiel auf der Website der Bundesanstalt für Gewässerkunde.
Hochwasser-Management
Einen absoluten Hochwasserschutz gibt es leider nicht. Er wäre weder technisch umsetzbar noch wirtschaftlich sinnvoll. Daher liegt der Schwerpunkt der Bemühungen des Bundes auf einem umfassenden Risikomanagement für die durch Hochwasser verursachten Gefahren.
Im Wasserhaushaltsgesetz hat der Bund umfassende Regeln zum Hochwasserschutz und -management verabschiedet. Die konkrete Ausgestaltung dieses rechtlichen Rahmens liegt bei den Ländern. Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie muss jedoch eine länderübergreifende Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz gewährleistet sein. Hierzu hat der Bund fünf Flussregionen mit ihrem Einzugsgebiet definiert: Oder, Elbe, Weser, Rhein und Donau, wo eine Zusammenarbeit beim Hochwasser- und Katastrophenschutz geboten ist. Denn Überschwemmungen machen an Landesgrenzen nicht halt.
Welche Heizung für Häuser in Hochwasser- & Hochwasserschutzgebieten
Starkregenereignisse treten immer öfter auf und bringen die Hochwassergefahr auch in Gegenden, die bisher davon verschont geblieben sind. Deshalb sollten sich Hausbesitzer bei der Wahl einer neuen Heizung nicht nur Gedanken über die Umweltbilanz und ihren Geldbeutel machen.
Flüssiggas stellt in den betroffenen Regionen ohne Anschluss an das Erdgasnetz die am häufigsten gewählte Alternative dar.
Anforderungen an eine Heizung im Hochwassergebiet
Verschiedene rechtliche Bestimmungen beschreiben die Anforderungen an Heizungsanlagen für Häuser, die in Hochwassergebieten stehen. Einen EU-weiten Rahmen für das Hochwasserrisikomanagement gibt die die Richtline 2007/60/EG vor. Auf nationaler Ebene greift in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) die europäischen Regelungen auf.
Ein Landstrich gilt als Überschwemmungsgebiet, wenn dort statistisch einmal in 100 Jahren ein Hochwasserereignis zu erwarten ist (§76 WHG). Diese Einstufung zieht besondere bauliche Schutzvorschriften nach sich. Beispielsweise dürfen in diesen Gebieten keine Neubaugebiete mehr ausgewiesen werden. Es dürfen also keine Häuser neu in Hochwasserrisiko- und Überschwemmungsgebieten errichtet werden.
Für Bestandsgebäude gelten bestimmte Vorschriften, um Heizungsanlagen hochwassersicher zu machen. Nur wenige Heizlösungen können all diesen Anforderungen gerecht werden. Eine davon kann Flüssiggas sein. Erfahren Sie, warum.
PROGAS / Sven Wied
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Öl- und Holzheizungen eignen sich nicht für den Einsatz in Hochwassergebieten
Öl ist hochgradig wassergefährdend. Schon ein Tropfen Heizöl verschmutzt circa 1.000 Liter Wasser. Deshalb dürfen laut Hochwasserschutzgesetz II Neubauten in Risikogebieten nur in absoluten Ausnahmefällen und unter hohen Auflagen eine Ölheizung erhalten. Bestehende Anlagen müssen nach dem Gesetz aufwendig nachgerüstet werden, um den Austritt von Heizöl zu verhindern. Zum Beispiel, indem der Tankraum gegen eindringendes Wasser zuverlässig abgedichtet oder der Heizöltank fest im Boden verankert ist. Alle Anschlüsse und Dichtungen an Tank und Heizung müssen zudem wasserdicht sein.
Von Holz geht zwar keine Gefahr für das Wasser aus, aber Holzheizungen haben andere Nachteile in Hochwassergebieten. Beim Eintritt von Wasser in ein Holzhackschnitzel- oder Pelletlager, wird nicht nur der Heizstoff unbrauchbar. Er quillt bei Nässe auf und kann Schäden an der Heizanlage verursachen. Holzscheite für einen Kaminofen trocknen wieder, müssen aber – sofern sie vor dem Haus lagern – gesichert werden, um Sach- und Personenschäden zu vermeiden.
Optimale Heizung für Hochwasserschutz- und Risikogebiete
Doch es gibt Alternativen für Heizungen in Hochwassergebieten. Dazu zählen etwa Infrarotheizungen, die elektrisch betrieben werden und somit ganz ohne Brennstoff auskommen. Zudem sind die Heizelemente meist an der Zimmerdecke befestigt, was sie gut vor eindringendem Wasser schützt. Infrarotheizungen gehören zu den sichersten Technologien in Hochwasserschutzgebieten. Sie haben aber einen Nachteil: Sie sind teuer. Die aktuell hohen Stromkosten machen sie, besonders in ungedämmten Altbauten, unattraktiv.
Auch Wärmepumpen benötigen keinen Brennstoff, weil sie die Wärme aus der Umgebungsluft gewinnen. Sie eignen sich aber nicht für alle Gebäude. Am effizientesten arbeiten sie in gut gedämmten Häusern, was bei Altbauten oft nicht der Fall ist. Der Kältekreislauf von Wärmepumpen ist zwar hermetisch abgeschlossen, trotzdem ist es ratsam, die Wärmepumpen bei Hochwassergefahr vom Stromkreislauf zu nehmen und sie mit Sandsäcken zu sichern.
Gasheizungen haben auch in Hochwassergebieten viele Vorteile. Im Gegensatz zu Erdöl ist Gas auch bei Hochwasser unbedenklich, weil es nicht gewässerschädigend ist. Hausbesitzer mit Erdgasheizung sollten bei Hochwassergefahr jedoch immer den Haupthahn schließen, damit nicht fortlaufend Gas austreten kann. Im schlimmsten Fall kann es dadurch zu einer Explosion kommen.
Wo kein Erdgas-Anschluss vorhanden ist, bietet sich Flüssiggas (LPG) an. Als Tanklösung ist es nahezu überall verfügbar und kann flexibel auf dem eigenen Grundstück – oberirdisch oder erdgedeckt – platziert werden. Flüssiggas hat zudem eine hohe Energiedichte und heizt dadurch besonders effektiv.
Darüber hinaus bieten Energie-Versorger, wie PROGAS, mit Bio-Flüssiggas eine GEG-konforme Alternative mit der Sie auch die Vorgaben des Heizungsgesetzes erfüllen.
Ist Flüssiggas gewässerschädigend?
Der Energieträger Flüssiggas ist in hochwassergefährdeten Regionen eine umweltverträgliche Alternative. Denn Flüssiggas ist nicht gewässerschädigend. Im Gegensatz zu Heizöl ist es nicht wasserlöslich und verflüchtigt sich in der Luft. Daher stuft das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Flüssiggas als nicht wassergefährdend ein. So darf es sogar in Wasser- und Naturschutzgebieten genutzt werden. Bei einem etwaigen Leck verdampft es rückstandslos. Damit es gar nicht erst dazu kommt, müssen Gastank und Leitungen in potenziellen Überschwemmungsgebieten hochwassersicher montiert sein.
Den Gastank hochwassersicher einbauen – so geht´s
Einen Flüssiggastank kann man oberirdisch oder erdgedeckt, also im Boden, lagern. Oberirdisch erreicht man das mit der sogenannten Sattellagerung auf zwei halbrund um den Tank führenden Füßen, die mit der Bodenplatte fest verschraubt sind. Erdgedeckte Flüssiggastanks haben dagegen keine Füße. Sie werden mit Metallspanngurten sicher in der Bodenplatte aus Beton verankert.
Solche Gastanks für spezielle Anwendungen wie in Hochwasserschutzgebieten gehören zum Programm von PROGAS. Der Flüssiggasanbieter berät seine Kunden zu allen rechtlichen Bestimmungen rund um Heizungen in Hochwasserschutzgebieten und sorgt für eine fachgerechte und hochwassersichere Aufstellung des Flüssiggastanks sowie ihre regelmäßige Befüllung und Wartung. LPG von PROGAS ist also auch in Hochwassergebieten eine sichere Sache.
Zögern Sie nicht, Ihren persönlichen PROGAS-Fachberater zu kontaktieren – gemeinsam finden wir Lösungen für den Hochwasser-Fall.
Weitere Tipps:
Das können Sie tun, um ihr Haus hochwassersicher zu machen.
Kunststoff- oder Bitumenbahnen machen die Wände wasserdicht und lassen sich einfach nachrüsten
Gerade im Keller sollten Fenster nach außen öffnen, um dem Wasserdruck standzuhalten.
Kellertüren sollten wasserdicht sein. Das wird zum Beispiel mit Magneten erreicht, die die Tür im Rahmen halten.
Rückstauverschlüsse verhindern, dass verschmutztes Wasser aus der Kanalisation zurück ins Haus fließt.
Der Elektrohauptanschluss sollte in Hochwassergebieten immer in den oberen Stockwerken eines Hauses liegen.
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