Flüssiggastank: Oberirdisch oder unterirdisch – so lagert Ihr Flüssiggas

Lesezeit: 3 Minuten

Flüssiggas nutzen Sie unabhängig vom Leitungsnetz: Stahltanks halten einen großen Vorrat bereit. Die Behälter stehen draußen auf Ihrem Grundstück – oder verschwinden dezent unter der Erde.


Fest verankert stehen sie vor vielen Wohnhäusern und Gewerbeimmobilien in Deutschland – längliche Stahlzylinder, die es in sich haben. Flüssiggas-Tanks zeigen oft schon von weitem, auf welche Energie ihre Besitzer setzen. Manchmal muss man allerdings genauer hinschauen: Die Behälter gibt es auch in einer erdgedeckten Variante. Dann deutet nur ein unscheinbarer Schachtdeckel auf das Brennstofflager hin.

Oberirdischer vs. unterirdischer Gastank

Wer genügend Platz auf dem Grundstück hat, ist mit einem oberirdischen Flüssiggas-Behälter gut beraten. Er ist am schnellsten installiert und wird lediglich auf einer dicken Betonplatte verankert. Bei der unterirdischen Aufstellung kommt der Tank auf eine Sandschicht in einer Grube. In Gebieten mit Hochwassergefahr oder mit erhöhtem Grundwasserspiegel werden die Tanks zudem mit einer Betonplatte gegen das Aufschwemmen gesichert. Beim unterirdischen Behälter sieht man nur noch den Domschachtdeckel, der die Armaturen abdeckt. Rundherum können Sie eine Rasenfläche oder ein Blumenbeet anlegen.

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Flüssiggastanks gibt es in der freistehenden Variante...

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... oder als erdgedeckte Version, bei der nur der Domschachtdeckel aus der Erde ragt.


Diese Gastank Größen sind erhältlich

Flüssiggas-Tanks gibt es in mehreren Größen. Selbst die kompaktesten von ihnen fassen einen großen Vorrat. Hier macht Flüssiggas seinem Namen alle Ehre. Es besteht zum größten Teil aus Propan. Es wird schon bei geringem Druck flüssig. Im Inneren des Tanks herrscht ein Druck von ca. 5 bis 9 bar in Abhängigkeit der Außentemperatur. Dabei werden 1.000 Liter gasförmiges Flüssiggas zu 4 Litern Flüssigkeit im Tank. Doch welche Größe sollte Ihr Flüssiggastank haben? Das hängt vom Verbrauch ab. Also davon, wie groß Ihre Wohnfläche ist und wie viele Menschen in Ihrem Haushalt leben.

Die gängigsten Tanks haben ein Volumen von 2.750 Liter, 4.850 Liter und 6.400 Liter. Für 80 bis 120 Quadratmeter Wohnfläche mit zwei bis drei Bewohnern reicht in der Regel die kleinste Variante mit 2.750 Litern. Ist die Wohnung größer oder wird von einer vier- bis fünfköpfigen Familie bewohnt, dann empfiehlt sich schon die mittlere Tankvariante von 4.850 Litern. Für Mehrfamilienhäuser oder Großverbraucher in Gewerbe und Industrie kommen die größten Tanks zum Einsatz.

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Morgens auf der Baustelle: Ein Kran lässt einen Tank in die vorbereitete Grube ab.


Sicherheit hat einen hohen Stellenwert

In einem Flüssiggas-Tank lagert die Energie sicher. Damit das so bleibt, gibt es regelmäßige Prüfungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Alle zwei Jahre findet zum Beispiel eine äußere Sichtprüfung statt. Dabei checken Fachleute auch, ob die Armaturen noch dicht sind. Alle zehn Jahre steht die ausführliche innere Prüfung an – ein Check des Behälters, seiner Umgebung und der Sicherheitsventile. Sie findet im selben Intervall statt wie die Rohrleitungsprüfung – das ist die Prüfung der Leitung, die den Energieträger in Ihr Haus transportiert.

Für die Prüfungen wird jeweils eine Gebühr fällig. Praktisch ist es, wenn Sie den Behälter von Ihrem Energieversorger gemietet haben: Beim Versorger PROGAS beispielsweise sind Wartungen, Prüfungen sowie die regelmäßige Befüllung im Komplettpaket PROGAS plus enthalten. Ihre Energie zahlen Sie also – wie beim Strom – bequem in monatlichen Abschlägen. 

Artikel zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020
Grafiken/Fotos: PROGAS, Marcel Kusch

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