Fachberatersuche Ihr Partner vor Ort Finden Sie Ihren persönlichen Fachberater
Ein grüner Globus steht auf dem Waldboden
Mit Bio-Flüssiggas von PROGAS GEG-konform heizen

Entdecken Sie die Zukunft der Energieversorgung

Jetzt kostenlos Beratung anfordern!

CO₂-Steuer
auf Flüssiggas 2026

fluid illustration fluid illustration
Homepage Ratgeber Wissen CO2-Steuer auf Flüssiggas
Artikel veröffentlicht am 17.01.2024
Zuletzt geändert am 30.04.2026
Lesezeit: 10 Minuten
Hitzewellen, Starkregen und der steigende Handlungsdruck beim Klimaschutz haben zu einer grundlegenden Weiterentwicklung der deutschen Klimapolitik geführt. Ein zentrales Instrument ist die CO-Bepreisung, die seit 2021 auf fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas und Flüssiggas erhoben wird.

Ab 2026 gilt ein neues Verfahren, das die Kosten künftig stärker am Markt orientiert – und damit auch den Einsatz verschiedener Energieträger neu bewertet. Dieser Artikel zeigt, wie sich CO₂-Kosten zusammensetzen, was sich 2026 ändert und welche Rolle Flüssiggas und Bio‑Flüssiggas (Bio‑LPG) dabei spielen. 

Der Ausstoß dieses klimaschädlichen Treibhausgases soll bis 2030 um mehr als die Hälfte im Vergleich zu 1990 sinken. So sieht es das Klimaschutzpaket vor, das die Bundesregierung Ende 2019 verabschiedet hat. Die sogenannte CO₂-Bepreisung soll dazu anregen, klimafreundlichere Energieformen und Produkte zu wählen – ob bei der Mobilität oder beim Heizen.

Was ist die CO-Steuer?

Der CO₂-Preis wird den Verbrauch von fossilen Heiz- und Kraftstoffen teurer machen. Denn Unternehmen, die solche Brennstoffe in Verkehr bringen, müssen dafür Emissionszertifikate kaufen und geben diese Kosten an die Endverbraucher weiter. Wer klimaschädliche Energieträger nutzt, muss also tiefer in die Tasche greifen.

Doch obwohl die neue Abgabe in der Öffentlichkeit oft als CO₂-Steuer diskutiert wird, ist dieser Begriff irreführend. Der Grund: Der Staat gibt einen Großteil der Einnahmen direkt an die Bürger zurück. So sollen zum Beispiel finanzielle Entlastungen im Zusammenhang mit der EEG-Umlage, dem Wohngeld oder der Pendlerpauschale für Ausgleich sorgen. Dazu kommen Fördermittel, etwa für energetische Gebäudesanierungen. Ähnlich handhaben es auch viele andere Länder, die bereits eine Abgabe eingeführt haben. Dazu zählen in Europa unter anderem Dänemark, Schweden und Frankreich.

Wie hoch ist die CO-Steuer?

Stieg die Abgabe bislang jährlich und kontinuierlich in festgelegten Schritten – beginnend 2021 mit 25 Euro pro Tonne CO₂ – zuletzt lag sie 2025 bei 55 Euro pro Tonne CO₂ – soll sich der Preis ab 2026 über Zertifikat-Auktionen im gesetzlichen Korridor von 55 bis 65 €/t CO₂ bilden. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Zertifikate wird dabei entsprechend der Klimaziele begrenzt.

stock.adobe.com/Ribas_ProductPro

progas.de-ratgeber-wissen-CO2-Steuer-Auktion

Was ändert sich 2026? – Übergang zum Auktionsverfahren

Ab 2026 wechselt der nationale Emissionshandel vom bisherigen Festpreissystem zu einem Auktionsverfahren. Die Emissionszertifikate werden innerhalb eines gesetzlichen Preiskorridors von 55 bis 65 €/t CO₂ versteigert. Die Auktionen finden zwischen Juli und Oktober 2026 wöchentlich an der EEX statt. Geplant sind ca. 192 Mio. Zertifikate, was etwa 10,6 Mio. Zertifikaten pro Termin entspricht. Der letzte reguläre Termin wäre der 28. Oktober, sofern noch nicht alle Zertifikate versteigert wurden. Im Anschluss (ab 3. November) beginnt ein Festpreisverkauf zu 68 € pro Zertifikat.

Für welche Brennstoffe gilt die CO-Steuer?

Grundsätzlich gilt: Die CO₂-Steuer betrifft die Bereiche Verkehr und Wärme und schlägt somit sowohl beim Tanken als auch beim Heizen zu buche. Mit der Abgabe belegt sind sämtliche fossile Heiz- und Kraftstoffe: von Benzin und Diesel über Heizöl bis hin zu Erdgas. Doch unter diesen Brennstoffen gibt es durchaus preisliche Unterschiede. Die Kosten hängen davon ab, wie viele CO₂-Emissionen der einzelne Stoff verursacht – so wird zum Beispiel für Heizöl ein höherer CO₂-Preis fällig als für die gleiche Menge Flüssiggas.

Hinweis: Durch die CO2-Bepreisung ist indirekt – abhängig vom Strommix – auch der Strompreis betroffen.

iStock.com/CHUYN

Kleine bunte Miniaturhäuser stehen auf einem Tisch.

Für Heizenergie wie Flüssiggas gilt die CO₂-Steuer genauso wie für ... 

iStock.com/Grafissimo

Autos stehen auf einer vierspurigen Straße im Stau.

... den Bereich Verkehr, wo sie auf Benzin und Diesel erhoben wird.

iStock.com/lsannes

Ein Flugzeug mit 4 Kondensstreifen ist am blauem Himmel zu sehen.

Auch Flugreisen wurden mit Einführung der CO₂-Steuer teurer. 

simpson33/iStock.com

Ein junger Mann hält ein Tablet in den Händen und steuert seinen Energieverbrauch mit Smart Home.

Energiekosten sparen lohnt sich mehr denn je – auch die gezielte Steuerung mit Smart Home ist eine Lösung. 

Wie hoch ist die CO-Abgabe auf Flüssiggas?

Wie viel CO produziert Flüssiggas pro kwH

Wie bei allen fossilen Brennstoffen verursacht die Verbrennung von Flüssiggas CO₂-Emissionen. Doch die Emissionen pro Kilowattstunde sind bei diesem Energieträger deutlich niedriger als etwa bei klassischem Heizöl. So verursacht Flüssiggas im Vergleich einen rund 15 Prozent geringeren CO₂-Ausstoß. Entsprechend niedrig ist die CO₂-Abgabe: 

Wenn im Auktionsverfahren CO₂-Zertifikaten für 68 €/t CO₂ oder 10,41 Cent pro Liter CO₂ von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) erworben werden, dann ergeben sich CO₂‑Kosten von rund 1,46 Cent pro Kilowattstunde auf konventionelles Flüssiggas.

Vergleich von Energieträgern bei den CO₂‑Kosten pro kWh:

  • Flüssiggas ≈ 1,46 Cent/kWh
  • Erdgas ≈ 1,6 Cent/kWh
  • Heizöl ≈ 1,7 Cent/kWh

Bio Flüssiggas: Ohne CO-Abgabe

Bio‑Flüssiggas (Bio‑LPG) bietet eine wirkungsvolle Möglichkeit, die eigenen CO₂‑Emissionen deutlich zu reduzieren. Es erfüllt die strengen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und ebenso des neueren Gebäudemodernisierungsgesetzes.

Dabei verursacht es – je nach Herkunft und Herstellungsverfahren – bis zu 90 % weniger CO₂ als konventionelles Flüssiggas. Gleichzeitig fällt für Bio‑LPG, als erneuerbare Variante, keine CO₂‑Abgabe an. Je nach Mischanteil können Verbraucher ihre CO₂‑Belastung so spürbar senken.

Wie erscheinen die CO‑Kosten auf der Rechnung?

Für Kundinnen und Kunden ist die Transparenz gesetzlich geregelt: Bereits seit 2023 müssen CO₂-Kosten separat auf Rechnungen ausgewiesen werden. Ab 2026 können die Werte stärker schwanken, weil der tatsächliche Preis erst nach den Auktionen feststeht (Juli–Oktober 2026). Versorger müssen daher ggf. mit Prognosewerten arbeiten und diese später korrigieren.

Auf Tankgas- und Zählerabrechnungen geben wir jeweils die Emissionslast des aktuellen Lieferumfangs sowie deren Preisbestandteil im Rahmen der CO₂-Abgabe aus. Wir weisen auf den Rechnungen 60 €/t CO₂ aus – solange wir keine konkreten Angaben machen können. Damit erfüllen unsere Rechnungen die rechtlichen Anforderungen zum Ausweis der Emissionen.

Wie lässt sich die persönliche CO₂ Belastung reduzieren?

Wer die eigenen CO₂ Kosten reduzieren möchte, hat verschiedene Optionen:

  1. Umstieg auf Bio‑LPG → sofortige Befreiung von der CO₂‑Abgabe

     

  2. Effiziente Anlagentechnik nutzen → geringerer Brennstoffverbrauch reduziert auch CO₂‑Abgaben

     

  3. Hybridlösungen (z. B. LPG + Solarthermie) → senken sowohl Verbräuche als auch Kosten

Fazit

Mit dem Auktionsverfahren startet 2026 ein neues Kapitel der CO₂-Bepreisung. Flüssiggas bleibt aufgrund seines geringeren Emissionsfaktors im direkten Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen weiterhin preislich vorteilhaft, ist jedoch nicht von der CO₂-Abgabe ausgenommen.

Bio‑Flüssiggas nimmt ab 2026 eine Schlüsselrolle ein: Als abgabenfreier, erneuerbarer Energieträger kann es CO₂- und Kostenbelastungen deutlich reduzieren – und macht den Umstieg auf klimafreundlichere Wärme attraktiv.

Das könnte Sie auch interessieren

Marcel Kusch

Foto des Ehepaares Moers bei der Gartenarbeit, das mit Flüssiggas von PROGAS energiesparend heizt.

Familie Moers berichtet guten Gewissens

Für ihr Haus setzt Familie Moers aus Marsberg auf eine Flüssiggas-Heizung. 

Foto des idyllischen Gartens eines Einfamilienhauses. In der Wiese versteckt sieht man die Domschachtabdeckung eines erdgedeckten PROGAS-Flüssiggastanks.

Vorteile von Flüssiggas

Flüssiggas ist ein hervorragender Energieträger, der besonders in ländlichen Regionen Ihr Zuhause mit Wärme und Energie versorgt. Wir haben Ihnen alle Vorteile zusammengestellt.

Hello my names is james,I'm photographer./iStock.com

Große Offshore-Bohrinselanlage im Meer in der Erdgas gefördert wird.

Erdgas vs. Flüssiggas

Was ist was? Wir erklären den Unterschied der beiden Energieträger.

MEIN PROGAS

PARTNER WERDEN

JETZT NEWSLETTER BESTELLEN