Gas- oder Ölheizung – was ist die bessere Wahl?

Lesezeit: 5 Minuten

Setze ich wieder auf Öl – oder heize ich zukünftig mit einer anderen Energiequelle? Diese Frage stellen sich viele, wenn sie eine Ölheizung reparieren oder wegen ihres Alters austauschen müssen. In den meisten Fällen empfiehlt sich der Umstieg auf eine Gasheizung. Vor allem, weil es häufig attraktive Förderungen vom Staat gibt.

Der Einbau neuer Ölheizungen ist bis Ende 2025 noch erlaubt. Ab 2026 darf man nur noch Brennwert-Ölheizungen installieren – und nur, wenn sie mit einer Anlage kombiniert werden, die Wärme aus erneuerbarer Energie gewinnt. Ist eine Kombination technisch nicht möglich, kann sie auch unterbleiben. In vielen Fällen planen Hausbesitzer jedoch nun den Umstieg. Der Wechsel zur Gasheizung bietet sich als unkomplizierte Alternative an. Wann lohnt er sich?

Öl oder Gas: Was ist besser für mich?

Viele in die Jahre gekommenen Ölheizungen müssen demnächst ausgewechselt werden. Da sich die Heizungstechnik stetig verbessert, ist ein schon ein Austausch sinnvoll, wenn die Anlagen erst 15 bis 20 Jahre alt sind. Denn selbst sie sind schon überholt und stoßen beim Verbrennen von Öl größere Mengen von CO2 und Schadstoffen aus als moderne Geräte. Das macht sich nicht nur in der Luft, sondern auch in einer üppigen CO2-Abgabe bemerkbar. Sie wird in Zukunft weiter ansteigen. Gas hingegen verbrennt sauber und schadstoffarm – und die CO2-Abgabe liegt niedriger. Außerdem ist Gas nicht so teuer wie Heizöl: Beim Wechsel des Energieträgers ist nach Ansicht von Heizungsexperten bei den Energiekosten eine Ersparnis von 20 bis 30 Prozent drin.

Aus Klimaschutzgründen gilt auf jeden Fall: Wer nach 2026 eine Ölheizung neu einbaut, darf sie nur noch mit Brennwerttechnik betreiben. Außerdem muss sie in den meisten Fällen mit erneuerbaren Energieträgern wie Solaranlagen kombiniert werden. Im Vergleich zu einer solchen Öl-Solar-Kombi hat eine Gasheizung mit Solar in Sachen Klimafreundlichkeit und Heizkosten allerdings die bessere Bilanz. Deshalb fördert der Staat den Umstieg von der Ölheizung auf eine Gashybridheizung – zum Beispiel mit Solarthermie – besonders üppig: Bis zu 45 Prozent Zuschuss sind hier drin. Zum Vergleich: Eine Ölheizung mit Solarthermie erhält nur bis zu 30 Prozent. Hier ist wichtig zu wissen: Auch für Gasheizungen gibt es nur noch Fördergelder, wenn sie mit erneuerbaren Energien kombiniert werden.

Der Wechsel von Öl auf Gas ist auch in Wohnorten möglich, die nicht an ein Gasnetz angeschlossen sind.  Flüssiggas ist hier die perfekte Alternative: Es braucht keine Leitungen, sondern wird wie Öl per Tankwagen geliefert. Wie eine Erdgasheizung lässt sich auch eine Flüssiggasheizung gut mit effizienter Technik kombinieren – zum Beispiel als Gas-Solar-Heizung. In einem Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle liefert Flüssiggas sogar Strom und Wärme zugleich.

Wer auf Flüssiggas setzt, spart im Keller außerdem Platz und vermeidet Ölgeruch: Der Tank wird draußen auf dem Grundstück untergebracht – entweder oberirisch oder unter der Erde. Zudem ist eine Flüssiggasheizung wartungsärmer, denn Ölfilterwechsel, Brennkammerreinigung und Rußentfernung fallen nicht mehr an. 

 

Nahaufnahme Anschluss Lieferung von Heizöl

Eine schmutzige Angelegenheit ist oft der Umgang mit Heizöl.

Öl oder Gas – was ist zukunftsfähiger und nachhaltiger?

Öl und Flüssiggas sind beides fossile Brennstoffe – dennoch unterscheiden sich ihre ökologischen Auswirkungen. Ölheizungen gehören zu den Heizungsarten, die das Klima am meisten belasten. Nur Kohle pumpt noch mehr CO2 pro Kilowattstunde in die Luft. Flüssiggas verbrennt dagegen deutlich emissionsärmer: Wird ein alter Ölkessel gegen eine moderne Flüssiggas-Anlage ausgetauscht, sinken CO2-Belastung sowie Energieverbauch um bis zu 30 Prozent. Mit einem Blockheizkraftwerk sind es sogar bis zu 50 Prozent weniger. Flüssiggas verbrennt zudem umweltschonend, beinahe rückstandslos, rußfrei und ohne Feinstaub. Da es nicht wassergefährdend ist, kann es problemlos in Hochwasserisiko-Zonen sowie in Wasser- und Naturschutzgebieten zum Einsatz kommen. Heizöltanks sind dort oftmals verboten oder nur unter strengen – und oft teuren – Auflagen gestattet.

Öl und Gas: Kosten im ganzheitlichen Vergleich

Ein Umstieg von der Ölheizung auf eine Gasheizung kann sich lohnen – denn Sie profitieren dabei von attraktiven Förderprogrammen des Staates: Wer sich für eine Hybridheizung entscheidet, bekommt bis zu 45 Prozent der Kosten erstattet. Reine Gasheizungen sind dagegen nicht mehr förderfähig. Mit welchen Geldern Sie im Detail rechnen können, erfahren Sie unverbindlich bei Flüssiggasversorgern wie PROGAS. Sie bieten Ihnen dazu umfangreiche Beratungen an, etwa im Rahmen eines Fördergeldservices.

Und mit welchen Kosten müssen Sie bei einer Flüssiggasheizung rechnen? Die neue Brennwertheizung schlägt sich mit Preisen zwischen 5.000 und 7.500 Euro inklusive Montage im Budget nieder. Kaufen Sie den Tank, dann können für den Flüssiggastank Kosten zwischen 1.500 und 3.000 Euro anfallen. Doch die Flüssiggasanbieter bieten attraktive Vertragsmodelle an, mit denen Sie den Flüssiggastank mieten. Dabei zahlen Sie nur eine einmalige Liefer- und Anschlussgebühr zu Beginn Ihres Vertrags – etwa 400 bis 800 Euro – und anschließend nur noch eine geringe monatliche Grundgebühr zwischen 10 und 20 Euro. Denken Sie auch daran, dass der Ausbau und die Entsorgung der alten Öltanks ebenfalls Geld kosten.

Die Ölheizung modernisieren dürfen Sie nur, wenn sie eine moderne Brennwerttherme einbauen – und das auch nur noch bis Ende 2025. Die Kosten dafür betragen laut Deutscher Energie-Agentur (DENA) etwa 9.000 Euro inklusive Montage. Ab 2026 ist mit wenigen Ausnahmen die Kombination der neuen Ölheizung mit erneuerbaren Energien Pflicht. Die Kosten etwa für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung liegen im Bereich zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Unter anderem wegen des deutlich höheren CO2-Preises auf Öl sollten Sie genau prüfen, ob Sie weiterhin auf Öl als Heizenergie setzen möchten.

Fazit

Steht bei der Ölheizung eine Modernisierung an, spricht viel dafür, stattdessen auf Gas umzusteigen: Klimaschutz, niedrigere Kosten sowie attraktive Förderungen für emissionsarme Gas-Hybridheizungen. In Form von Flüssiggas kommt es zudem selbst für Gegenden in Frage, die nicht an Energienetze angeschlossen sind. Als zusätzliches Plus ist es sogar in umweltsensiblen Zonen als Heizenergie erlaubt.

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Stand der Preise: Dezember 2021
Artikel veröffentlicht am: 02.05.2022

Fotos: Halfpoint/Palatinate Stock/Shutterstock.com

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