STC Reuther baut moderne Flüssiggas-Tanks für PROGAS

Ein voll schutzausgerüsteter Mitarbeiter arbeitet an einem großen Flüssiggastank-Rohling.

Flüssiggas-Tanks mit neuer Fertigungslinie

Als Hersteller von Rotorgehäusen, Stahlrohrtürmen und Fundament-Bauteilen hat sich Reuther STC seit 1998 vor allem im Bereich der Windkraftanlagen einen Namen gemacht. Mit der Krise in dieser Branche geriet auch das in der Spitze 300 Mitarbeitende starke Unternehmen aus Fürstenwalde zwischenzeitlich in Schieflage. Um Reuther STC wieder flottzumachen, haben sie – in Zusammenarbeit mit PROGAS – ein Produkt aus der Nische ihres Portfolios geholt. Künftig setzt der Mittelständler wieder stärker auf den Bau von Stahlbehältern für die Lagerung von Flüssiggas. Hierfür wird eigens eine 25.000 Quadratmeter große Werkshalle für die neue Flüssiggas-Tank Fertigungslinie aufgebaut. Im Idealfall ist der Betrieb – über den zwischenzeitlich das Insolvenzverfahren eröffnet werden musste – bis Ende des Jahres saniert.

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Produktionschef Marvin Wegener (l.) und Frank Wedel vom Vertrieb in der riesigen Werkshalle von Reuther.

Wie entsteht ein PROGAS Flüssiggas-Tank?

In Summe sind genau sieben Schritte notwendig, bis ein Flüssiggas-Behälter bei Reuther STC einsatzfähig für den Betrieb bei einem PROGAS-Kunden ist.

1. Schneiden 

Fast vier Meter lang, gut anderthalb Meter breit und dick wie ein Ehering liegen die Bleche aus Spezialstahl bei Reuther gestapelt in der Halle. Wie Papier schneidet eine wuchtige Maschine die Tafeln passgenau zu. In das zugeschnittene Blech werden Löcher gebohrt. Dort sitzen später die Anschlüsse für die Armaturen des Behälters. 

 

2. Biegen 

Eine Maschine walzt die Bleche rund. Jedes gerundete Blech wird an seiner Längstnaht zu einer riesigen Hülle verschweißt. In ein Ende wird ein gewölbter Boden gesetzt. Entsteht ein größerer Behälter, werden zwei oder drei Hülsen verbunden, erst dann folgt der Boden. Bevor der Behälter mit einem zweiten Boden verschlossen wird, muss noch einiges gemacht werden. 

 

3. Vorbereiten 

Ein Flüssiggas-Tank hat spezielle Armaturen: Einen Stutzen zum Beispiel, damit ein Tankwagen ihn per Schlauch füllen kann. Einen Füllstandanzeiger. Oder ein Sicherheitsventil, das den Druck reguliert. Die Anschlüsse für diese Armaturen werden in die Öffnungen geschweißt, die nach dem Zuschnitt in die Bleche gebohrt wurden. 

 

4. Testen 

Jeder Tank, der das Werksgelände verlässt, soll ein Nullfehlerprodukt sein. Deshalb wird alles immer wieder geprüft. Schweißnähte werden geröntgt, Oberflächen mit Schall untersucht und jeder Tank mit Wasser vollgepumpt, um zu kontrollieren, ob er dicht ist und Druck aushält. Tut er das, wird er mit einem zweiten gewölbten Boden verschlossen. 

 

5. Beschichten 

In einer Kammer wird jeder Behälter mit winzigen Stahlkugeln beschossen, bis seine Oberfläche gleichmäßig rau ist. Ein Behälter, der später oberirdisch aufgestellt wird, bekommt einen hellen Anstrich. Die Schicht reflektiert Sonnenlicht und schützt den Tank so gegen Aufheizen. Ein erdgedeckter Tank wird mit Epoxidharz beschichtet und ist damit sicher vor Korrosion. 

 

6. Montieren 

In die fünf Anschlüsse des Tanks werden nun die Armaturen eingeschraubt: Neben Füllventil, Inhaltsanzeiger und Sicherheitsventil auch ein Gasentnahmeventil sowie ein Flüssigentnahmeventil, über das der Tank entleert werden kann. 

 

7. Füllen 

Zuletzt wird der Tank mit etwas Flüssiggas befüllt. So hat der PROGAS-Fachmann, der ihn später beim Kunden beispielsweise ans Heizungssystem anschließt, genügend Gas zur Verfügung, um zu testen, ob alles perfekt funktioniert. Erst dann wird der Tank komplett mit Flüssiggas gefüllt.

 

Reuther STC

Bilder: Christian Klant

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