Eine Flüssiggastherme hat Vorteile – Aufbau, Kosten und Verbrauch

Lesezeit: 5 Minuten

Moderne Flüssiggasthermen sind sehr kompakt gebaut. Deshalb eignen sie sich gut für kleine Häuser und Etagenwohnungen. Aktuelle Brennwerttechnik mit nahezu 100 Prozent Wirkungsgrad garantiert sparsamen und umweltschonenden Betrieb.

Flüssiggasthermen bieten eine besonders flexible Art zu heizen. Sie kombinieren in der Regel Raumheizung und Warmwasser in einem Gerät. Sie brauchen für die Warmwasserbereitung keinen Speicher, weil sie stets nur das gerade angeforderte Wasser erhitzen. Der Betrieb mit Flüssiggas macht unabhängig von städtischer Infrastruktur und bietet die freie Wahl eines Versorgers. Flüssiggasthermen arbeiten mit moderner Technik, die den Brennwert von Flüssiggas effizient ausnutzt. Sie eignen sich sehr gut für die Kombination mit modernen, sparsamen Fußbodenheizungen und mit regenerativen Energiequellen wie Solarzellen und Wärmepumpen.

Was ist eine Flüssiggastherme?

Die meisten modernen Flüssiggasthermen sind Kombigeräte: Sie liefern Wärme für die Heizung und warmes Wasser für Bad und Küche. Es gibt aber auch Spezialisten für Heizung oder Warmwasser. Viele Thermen arbeiten – im Gegensatz zu Gasheizkesseln – im Durchlaufprinzip. Es wird nicht Wasser in einem Speicher erwärmt; stattdessen führen Heizungsrohre mit Wasser direkt über den Brenner. Der springt sofort an, wenn die Heizung oder der Warmwasserhahn aufgedreht wird. Bei diesem Prinzip, entsprechend dem bekannten elektrischen Durchlauferhitzer, arbeitet die Gastherme nur dann, wenn sie direkt benötigt wird. Früher brannte in den Ruhephasen noch ständig ein Gas-Zündflämmchen. Das ist bei modernen Geräten längst durch einen piezoelektrischen Zünder ersetzt, sodass keine Ruheverluste entstehen. Wenn es keinen Wasserspeicher gibt, sind Flüssigkeitsthermen sehr platzsparend. Und dann natürlich kann es nicht passieren, dass der Warmwasserspeicher plötzlich leer ist und die Dusche zur Eisbrause wird. Bei größeren Mehrfamilienhäusern ist allerdings auch in Kombination mit einer Gastherme noch ein Warmwasserspeicher üblich.

 

Nahaufnahme Tank Flüssiggas im Garten

Flüssiggas für die Therme lagert oft in einem unterirdischen Tank im Garten.

Unterschied Flüssiggas-Therme und Erdgas-Therme

Der Unterschied bei Gasthermen liegt in der Versorgung mit dem Energieträger: Mit Flüssiggas ist man unabhängig von der festen Infrastruktur eines Leitungsnetzes. Flüssiggas wird im Tankwagen angeliefert und kann auf dem Grundstück in Tanks gelagert werden – oberirdisch oder unter der Erde, in jedem Fall sicher, auch für die Umwelt. Bei der Wahl des Versorgers ist man flexibel und kann nach Preisgestaltung und Servicequalität frei entscheiden. Technisch besteht kein Unterschied zwischen flüssigkeitsbetriebenen Thermen und solchen, die mit Erdgas betrieben werden. Moderne Geräte erkennen die unterschiedlichen Werte des einströmenden Gases. Das hat den wichtigen Vorteil, dass man keine speziellen Geräte für Flüssiggas braucht und aus dem großen Angebot der Erdgas-Thermen wählen kann.

Vorteile einer Flüssiggastherme

Folgende Vorteile hat die Nutzung einer Flüssiggastherme:

  • Energieerzeugung stets nach Bedarf
  • Kein „Stand-by-Verbrauch“ von Energie
  • Effiziente Heiztechnik, geringer Gasverbrauch im Betrieb
  • Kein Wasserspeicher = keine Keimgefahr

Effizienz und Verbrauch einer Flüssiggas-Therme

Statistiker haben berechnet: Der Durchschnittsverbrauch für einen 2-Personen-Haushalt in einer 70 m²-Wohnung mit Gas-Heizung und Gas-Warmwasser liegt in Deutschland bei etwa 10.200 Kilowattstunden pro Jahr. Im Einzelnen ist der haushaltsspezifische Verbrauch aber sehr schwankend. Neben Wohnfläche und Personenzahl haben viele Faktoren einen Einfluss: Wie gut ist das Haus, ist die Wohnung gedämmt? Wie warm wollen es die Personen in ihren jeweiligen Zimmern haben? Gibt es jemanden, der oder die sehr ausdauernd sehr warm duscht oder gar badet? In jedem Fall wirkt sich der Faktor „moderne Flüssiggas-Therme“ günstig auf den Verbrauch aus. Mit Hilfe der Brennwert-Technik, die Restwärme aus den Abgasen für die Heizung zurückgewinnt, erreichen diese Thermen Wirkungsgrade von fast 100 Prozent. Das heißt: Technisch wird nichts von dem kostbaren Brennstoff vergeudet. Im Vergleich mit alten Anlagen können damit bis zu 15 % Energie eingespart werden. Weitere Einsparungen sind möglich durch eine flankierende Optimierung der gesamten Heizungsanlage, durch die Kombination mit Fußbodenheizungen und mit erneuerbaren Energieträgern wie Solarenergie und Wärmepumpen.

Kann eine Gastherme mit Gasflaschen betrieben werden?

Grundsätzlich ist das möglich. Bei einer Flüssiggas-Therme ist es unerheblich, ob das Gas aus dem Tank oder aus einer Flasche kommt. Allerdings müsste ein SHK-Fachbetrieb eine Anschlussmöglichkeit für die Flaschen schaffen. Sinnvoll ist der Einsatz von Gasflaschen aber nicht: Ihr Inhalt ist teurer als Erdgas oder auch Flüssiggas aus dem Tank und sie sind innerhalb kürzester Zeit leer, wenn die Heizungsanlage ein komplettes Haus beheizt.

 

Notizen zu Gastherme mit Flüssiggas

Fachhandwerker beim finalen Check der frisch eingebauten Gastherme.

Was kostet eine Flüssiggastherme?

Eine moderne Gastherme kostet inklusive Montage, sehr grob gesagt, zwischen 5.000 und 7.500 Euro. Der tatsächliche Preis hängt jedoch stark von der Heizleistung des Gerätes ab sowie vom Hersteller, dem jeweiligen Modell oder den gewünschten Funktionen. Er kann also je nach Verwendungszweck niedriger sein oder auch höher sein als diese Preisspanne.

Weitere Kosten und Voraussetzungen für eine Flüssiggastherme

Für eine Brennwertheizung ist außerdem die Ertüchtigung des Schornsteins für niedrige Abgastemperaturen einzuplanen und die Abführung des kondensierten Wasserdampfs als Abwasser. Falls noch nicht vorhanden, muss natürlich ein Tank für das Flüssiggas bereitgestellt werden und fachgerecht an die Therme angeschlossen werden. So ein Tank kann, je nach erforderlicher Größe und Typ, 1.500 bis 3.000 Euro kosten. Je nachdem, ob es sich um einen ober- oder unterirdischen Tank handelt, kommen noch gegebenenfalls noch Kosten für Erdarbeiten, Fundamente oder eine Auftriebssicherung dazu. Eine Baugenehmigung ist bei den gängigen Größen nicht notwendig.

Wer einen eigenen Tank kauft, ist damit komplett unabhängig vom Gaslieferanten. Allerdings ist er dann auch für diesen Tank in jeder Hinsicht selbst verantwortlich. Die meisten privaten Hausbesitzer entscheiden sich deshalb dafür, einen Tank vom Gaslieferanten zu mieten. Der Versorger ist dann auch verantwortlich für den sicheren und rechtskonformen Betrieb des Tanks – und gegebenenfalls für Abbau und Entsorgung. Zudem gibt es auch Komplettangebote, bei denen Sie Ihren Energieverbrauch nach Zählerstand bezahlen.

Förderung vom Staat – jetzt informieren

Wer seine alte Heizung austauscht und durch ein effizientes Heizsystem mit Flüssiggastherme ersetzt, bekommt Zuschüsse vom Staat – und zwar dann, wenn er die neue Heizung mit erneuerbaren Energien koppelt. Der PROGAS Fördergeld-Service findet für Sie die passende Förderung. 

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Stand der Preise: Dezember 2021
Artikel veröffentlicht am: 02.05.2022
Fotos: Stokkete/Only_NewPhoto/Shutterstock.com, Marcel Kusch

 

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