Flüssiggas Stallheizungen wärmen Schweine und Hühner auf Bauernhöfen

Lesezeit: 4 Minuten

Ob Bio- oder konventionelle Landwirtschaft: Flüssiggas heizt die Ställe der Jungtiere und beschert ihnen einen guten Start ins Leben. Nicht der einzige Grund, warum Landwirte auf den Energieträger setzen.

Lautes Gegacker begrüßt Fabian Häde an diesem Herbstmorgen im hessischen Heinebach. Auf seinem Kontrollgang durch den Stall hat er sich unter die Junghennen gemischt und beobachtet nun, wie das Begrüßungskonzert allmählich verstummt. Der 33-Jährige ist schließlich kein Unbekannter: Er betreibt gemeinsam mit seinem Vater Leonhard einen Mustergeflügelhof mit insgesamt 36.000 Legehennen, der schon seit den 1970er-Jahren ökologisch produziert. Da passt es ins Bild, dass hier umweltschonendes Flüssiggas eine große Rolle spielt. Die Hädes beheizen damit Aufzuchtställe. „Wir ziehen unsere Legehennen auf dem Hof selbst auf“, erläutert Fabian Häde. Sie schlüpfen in einer Brüterei und ziehen noch am selben Tag auf den Biohof. „Als Küken brauchen sie in den ersten Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad.“ Um die schnell und sicher zu gewährleisten, liefern zwei Flüssiggas-Tanks auf dem Hof die nötige Energie.

Auch Schweine haben es dank Flüssiggas-Stallheizung wohlig warm

Auch rund 200 Kilometer nordöstlich von Heinebach ist ein Junglandwirt gerade im Stall unterwegs. Martin Bohne aus dem münsterländischen Wettringen ist gemeinsam mit seinem Vater Konrad verantwortlich für 130 Sauen und ihre Ferkel. Dass der Schweine-Nachwuchs sich heute sauwohl fühlt, sieht er mit einem Blick. Putzmunter toben die nur wenige Tage alten Tiere durch ihr Stallabteil. Weil die Jungtiere es auch hier gerne warm haben, hat Martin Bohne die Thermometer im Betrieb zu dieser Jahreszeit besonders gut im Blick. Die großen Heizkanonen an den Wänden kommen immer dann zum Einsatz, wenn im Stall viel Wärme in kurzer Zeit benötigt wird. Die nötige Energie kommt aus einem Behälter hinter dem Gebäude. Darin: Flüssiggas. „Damit sind wir besonders flexibel“, sagt der 28-Jährige. „Wir können die Ställe schnell und punktgenau beheizen.“

»Unsere Küken brauchen in den ersten Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad«
Fabian Häde

Flüssiggas spielt außerhalb des Leitungsnetzes seine Stärken aus

Die Aufzucht von Schweinen und Hühnern – zwei Beispiele dafür, wie Flüssiggas in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt. Auch bei der Schweine-, Rinder- oder Putenzucht ist die vielseitige Energie gefragt. Während ältere Tiere oft so viel Körperwärme abstrahlen, dass das Beheizen der Ställe nicht nötig ist, sind Ferkel, Küken oder auch Kälber in der modernen Tierhaltung auf eine beheizte Umgebung angewiesen, um gesund ins Leben zu starten. Für Flüssiggas spricht dabei eine ganze Menge. „Als langjähriger Partner der Landwirtschaft stehen wir Landwirten bei allen Fragen zur Seite und haben immer die richtige Energielösung parat“, sagt Gert Schenke, Fachberater des Flüssiggas-Versorgers PROGAS, der in seinem Gebiet in Westfalen und Niedersachsen oft auf Bauernhöfen unterwegs ist. Die schwören auch deshalb auf Flüssiggas, weil die Energie selbst abgelegene Orte schnell und zuverlässig erreicht – per Lkw. Freistehende oder erdgedeckte Behälter beliefern die Spediteure dank eines langen Schlauches auch dann, wenn die nächste befestigte Standfläche für den Lastwagen ein paar Meter entfernt ist.

Flüssiggas auch in BHKW oder im Haushalt im Einsatz

Was für die Tiere gut ist, macht auch Menschen glücklich: Oft versorgt das Flüssiggas gleich auch Häuser und Wohnungen auf den Höfen. „Landwirte können damit heizen, kochen oder warmes Wasser bereiten“, sagt Gert Schenke. Immer öfter treibt das Gas auf Höfen auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) an. Das liefert gleichzeitig Strom und Wärme – und ist deshalb ein wahres Effizienzwunder. Außerhalb von Gebäuden kommt Flüssiggas bei Landwirten beispielsweise zum Einsatz, wenn das Wetter wieder einmal Kapriolen geschlagen hat: „Dann treibt es Trocknungsgeräte für Korn und Mais an“, sagt Gert Schenke. Ist das Getreide nämlich zu feucht, nimmt der Händler es nicht an oder er zahlt einen deutlich geringeren Preis. Flüssiggas – eine Energie mit Perspektive. Die sehen auch die beiden jungen Landwirte für einen Beruf, der für sie mehr ist als reiner Brotverdienst. „Ich habe einfach Spaß daran, auch wenn die Tage manchmal lang sind“, sagt Schweinezüchter Martin Bohne. Das würde Fabian Häde jederzeit unterschreiben. „Man arbeitet in der Landwirtschaft sehr viel mehr als in anderen Branchen, ist aber sein eigener Chef – und den ganzen Tag an der frischen Luft“, sagt er und schmunzelt. Dann schiebt er noch einen Satz hinterher: „Ich liebe das Landleben.“ Womit er und PROGAS etwas gemeinsam hätten.

Artikel zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020
Fotos: Julia Unkel

»Ich liebe das Landleben.«
Landwirt Martin Bohne
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