Sudwerk bei Klier Bier in Ettensberg wird mit Flüssiggas von PROGAS beheizt

Die Biermanufaktur erfordert Handarbeit

Das Klier Bier aus Ettensberg wird noch wie zu Großvaters Zeiten hergestellt: mit viel Arbeit, dafür ohne Computer und Chemie. Die einzelnen Arbeitsschritte in der „Biermanufaktur“ erfolgen dabei von Hand und mit ein wenig maschineller Unterstützung. Jede Flasche geht genau acht Mal durch die Hände von Inhaber Markus Klier und seiner Frau Irina. Ob Einweichen, Bürsten, Etikettieren oder Befüllen: Für jeden dieser Arbeitsschritte müssen sie die jeweilige Maschine manuell mit zwei Flaschen bestücken und diese auch wieder entnehmen. Am Ende befindet sich darin ein Biogerstensaft, der zu den exklusivsten des Landes zählt: Die Biermanufaktur in dem 1.100 Seelen-Dorf Ettensberg im Oberallgäu ist nicht nur die südlichste kommerzielle Hausbrauerei Deutschlands, sondern auch eine der kleinsten.

Ein Paar Hände hält Weizenkörner.
Das Foto zeigt die Biermanufaktur von außen.

PROGAS bringt den Sud auf Betriebstemperatur

Gerade mal 30.000 Liter Klier-Bier entstehen hier pro Jahr. „Das ist für uns genau die perfekte Menge“, sagt Klier, „wir wollen nicht weiter wachsen.“ Der 47-Jährige hält es für ideal, dass die Brauerei auf 200 Quadratmetern im Keller des Wohnhauses untergebracht ist. Außerhalb steht, vor idyllischer Bergkulisse, nur ein 2.700-Liter-Behälter. Mithilfe des darin enthaltenen Flüssiggases von PROGAS wird das Wasser im Sudwerk auf die Betriebstemperatur von 76 Grad Celsius gebracht. Klier ist überzeugt, dass es ihm nur die überschaubare Größe seiner Brauerei erlaubt, die Kontrolle über Produkt und Qualität zu behalten. Er beschäftigt keine Angestellten, verwendet nur regionale Zutaten und braut jeden Sud für seine naturbelassenen, obergärigen Biere persönlich ein – eine Aufgabe, die in größeren Betrieben längst Computertechnik übernommen hat.

Das Foto zeigt den Besitzer der Biermanufaktur, Markus Klier.

Vom Schlosser zum Braumeister

„Wir leben einen Traum“, schwärmt Klier über den anstrengenden, aber erfüllenden Berufsalltag. Schon als Jugendlicher faszinierte er sich für die Brauerei in seinem damaligen Wohnort Immenstadt. Der Wunsch einer Lehre als Brauer in der Region erfüllte sich aber nicht, so dass Klier eine Ausbildung zum Schlosser absolvierte. In seiner Freizeit produzierte er in einem 80-Liter-Waschkessel sein eigenes Bier im Keller seines Elternhauses. Mit 23 Jahren begann er schließlich eine zweite Ausbildung zum Brauer und Mälzer. Später folgte noch der Meisterbrief sowie der Titel eines staatlich geprüften Produktionsleiters für Brauereiwesen und Getränketechnik. Der Aufbau der Selbstständigkeit erfolgte zunächst nebenbei und mit andernorts ausgemusterten Maschinen, die er selbst wieder in Topform brachte. „Für die Biermanufaktur sind meine Schlosser- und Brauer-Qualifikationen die optimale Kombination“, freut sich Klier.

Reduziertes Angebot bürgt für hohe Qualität

Auch ein kleiner Verkaufsraum gehört inzwischen zur Biermanufaktur. Geöffnet ist er nur von Donnerstag bis Samstag, damit sich die Kliers im ersten Teil der Woche voll auf die Produktion konzentrieren können. Die Kunden nehmen zum Teil weite Anreisen in Kauf, um das helle Zwickel, die beiden Weizensorten oder saisonal den Mai- und Winterbock zu erwerben. Es wird ausschließlich ohne Zwischenhandel frisch ab Brauerei oder in ausgesuchter Gastronomie angeboten. Denn nur so kommt es weiter ohne Filtration und die bei herkömmlichem Bier üblichen Konservierungsmethoden aus.

Bilder: Michael Herdlein

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