Cafe Sand am Meer in Maasholm setzt auf Flüssiggas mit Wärmepumpe

Im idyllischen Fischerdorf Maasholm an der Schleimündung suchte Sven Wischhusen eine neue Lösung als Ersatz für eine veraltete Ölheizung. Sein historisches Wohnhaus mit Café versorgt er jetzt mit einer Kombination aus Flüssiggasheizung und Wärmepumpe.

Friedlich umfahren ein Dutzend kleiner Boote und Yachten die ehemalige Insel Maasholm, die heute durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Der kleine Ferien- und Erholungsort in Schleswig-Holstein ist fast vollständig von Wasser umgeben. Er liegt an der Schlei, einem Fjord der Ostsee. Mitten im malerischen Ortskern trifft man auf „Sand am Meer“. Das Café mit dem klangvollen Namen befindet sich im vorderen Teil eines über hundert Jahre alten Hauses. „Es handelt sich um ein altes Wohnhaus aus dem Jahr 1912 mit einem ehemaligen Stall dahinter“, erklärt Eigentümer Sven Wischhusen. Schon 1996 erwarb er die Immobilie in der 600-Seelen-Gemeinde und verwandelte sie nach zwei-jähriger Renovierung in ein Café-Gebäude mit drei angeschlossenen Wohneinheiten. „Man hat immer etwas zu tun mit einem Altbau, aber es macht auch Spaß,“ erklärt der stolze Hausbesitzer. Immer wieder fallen kleinere Renovierungsarbeiten an, aber auch grundlegendere Projekte wie die Heizung.

»Man hat immer etwas zu tun mit einem Altbau, aber es macht auch Spaß.«
Eigentümer Sven Wischhusen
Im Ferien- und Erholungsort Maasholm renoierte Sven Wischhusen in zwei-jähriger Kleinstarbeit einen Altbau.

„Schon 2020 war absehbar, dass ich die Ölheizung aufgrund ihres Alters bald würde ersetzen müssen. Da habe ich angefangen, mich mit anderen Lösungen zu beschäftigen“, berichtet Sven Wischhusen. Eine neue Öl-Lösung kommt nicht in Frage, denn diese ist in dem von Überschwemmungen bedrohten Gebiet inzwischen nicht mehr zulässig. „Zunächst war eine Pellet-Heizung mein Favorit, doch der Lagerraum wäre zu klein gewesen. Und ich hätte zu häufig auffüllen müssen.“ Von der Heizungsfirma Kießling im benachbarten Kappeln kam schließlich der Vorschlag für eine hybride Heizlösung, bestehend aus einer mit Flüssiggas (LPG) betriebenen Gastherme und Wärmepumpe. Durch staatliche Förderprogramme war dies auch finanziell attraktiv. 

Clevere Kombination

Eine Kombination aus zwei Systemen macht wirtschaftlich Sinn, davon ist Mario Rapf von der Kießling GmbH überzeugt: „Eine Wärmepumpe arbeitet im höheren Heiztemperaturbereich in der Regel nicht so effizient wie die Gasheizung. Somit kommt die Wärmepumpe hier für die Grundlast zum Einsatz, was gut 80 Prozent des Gesamtbedarfs ausmacht. Bei den höheren Temperaturen schaltet sich dann automatisch die Gastherme zu, die in dem Bereich wiederum wirtschaftlicher ist und mit Flüssiggas betrieben wird.“

Unter der Terrasse des Cafes befindet sich ein ergedeckter 2.700-Liter-Tank mit Flüssiggas.

Mehr Platz im Haus, die Energie lagert im Garten

Für das Propangas (LPG), dass die Energie für die Gastherme liefert, befindet sich nun ein erdgedeckter 2.700-Liter-Tank unter der Gartenterrasse des Cafés. Zwei Meter tief liegt der Stahltank, sicher und geschützt durch steinfreien Flusssand. Eine kleine Herausforderung, denn zwischen dem Altbau von Sven Wischhusen und dem Nachbarhaus führt nur ein schmaler Fußweg zum hinteren Garten. „Für die Grube kam ein spezieller Bagger zum Einsatz, der so schmal ist, dass der kleine Durchgang ausgereicht hat“, erinnert sich Jonas Luckscheiter vom Flüssiggasversorger PROGAS. „Ein Kran hat den Tank dann über das Nachbarhaus hinweggehoben. Wir finden immer eine Lösung!“

„Ich bin mit dem Service sehr zufrieden. PROGAS hat sich um alles gekümmert und alle zugesagten Leistungen zu 100 Prozent erfüllt“, berichtet Sven Wischhusen zufrieden. Für wenige Euro im Monat mietet er den Tank – im Rahmen eines Rundum-sorglos-Pakets – und PROGAS füllt ihn so oft, wie es nötig wird. „Alle Wartungen, Reparaturen und Prüfungen regeln wir. Das ist für den Kunden sehr entspannt,“ bestätigt Jonas Luckscheiter.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Das Zusammenspiel der Heizsysteme läuft in der Praxis vollautomatisch, dafür hat der Heizungsbauer gesorgt. Die Gasheizung ist über ein Steuerungsmodul mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe gekoppelt, das Umschalten erfolgt also von selbst. „Wir haben die Anlage für den Erstbetrieb eingerichtet und für den Kunden eingestellt“, erklärt Mario Rapf von der Kießling GmbH. „Demnächst können wir hier ein Fernwartungsmodul nutzen und von unserem Büro in Kappeln die Einstellwerte anpassen.“

„Mir erschien die Kombination aus Gastherme und Wärmepumpe am nachhaltigsten. Wenn ich dann noch meinen eigenen Solarstrom produziere, werde ich ein ganzes Stück autarker“, freut sich Sven Wischhusen, der nun in Ruhe an seinem historischen Haus vor idyllischer Schlei-Kulisse weiterarbeiten kann.

Artikel veröffentlicht am: 29.11.2023

Bilder: Sven Wied

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