Hydraulik-Firma nutzt Flüssiggas von PROGAS

Seit 25 Jahren betreibt Johann Paulus in der Oberpfalz einen Fachbetrieb für hydraulische Abbruchwerkzeuge. Seine Kompetenz, Beratungs- und Serviceleistungen werden in ganz Deutschland geschätzt. Denn wie am Bau ist auch beim Abriss Sorgfalt gefragt.

Stillgelegte Industriehallen oder Schlote, Windräder oder Brücken – wenn irgendwo ein Bauwerk abgerissen werden soll, ist es nicht unwahrscheinlich, dass hydraulische Werkzeuge aus Luhe-Wildenau in der Nähe von Weiden zum Einsatz kommen. Mit dem Inhalt eines herkömmlichen Werkzeugkastens haben die Geräte, die die Firma Hydraulik-Paule vermietet und verkauft, allerdings nichts gemeinsam: „Allein dieses Teil wiegt 4,5 Tonnen“, sagt Inhaber Johann Paulus und zeigt auf einen grün lackierten Hydraulikhammer.

Abbruchwerkzeuge auf dem Hof von Hydraulik-Paule

Auch im Urlaub abbruchbegeistert

Rund 180 Abbruchgreifer, Fräsen, Sieblöffel und Abbruchzangen umfasst sein Sortiment. Die Hälfte der Mietgeräte befindet sich zumeist beim Kunden auf der Baustelle. „Die Maschinen nehmen es mit Eisen, Schienen und Mauerwerk auf“, erklärt der 57-Jährige. Ein Blick auf einen Pulverisierer zum Zerkleinern von Beton, dessen gezackte Unterseite auseinanderklafft wie das weit aufgerissene Maul eines hungrigen Krokodils, bestätigt seine Worte.

„Das Zusammenspiel perfekt funktionierender Geräte ist einfach eine großartige Leistung“, erklärt Paulus seine Faszination für den Abriss. Nicht einmal im Urlaub lässt sie ihn los: Einmal war er mit seiner Frau in Kroatien. Beim Stadtbummel hörte er einen Abrisshammer. „Das Geräusch war nicht richtig, der Hammer funktionierte nicht.“ Immer seinem Gehör nachgehend, fand Paulus die Baustelle und mischte sich kurzerhand ein. „Zunächst wollten die Arbeiter mich wegjagen. Aber es tauchte ein Kollege auf, der deutsch sprach. Er ließ mich den Hammer reparieren.“ Eine halbe Stunde Arbeit, dann lag wieder Wohlklang über der Baustelle. Der Fehler war behoben.

Mit seinem Interesse für den Abbruch hat Johann Paulus eine bemerkenswerte Aufbauleistung erbracht: Seine Firma, mit der vor 25 Jahren als selbstständiger Handwerker startete, beschäftigt heute 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter seine Ehefrau und sein Sohn. An den ursprünglichen Arbeitsplatz in der Garage seiner Schwiegereltern erinnert am Firmensitz mit einem Hof, über die Gabelstapler flitzen, Verwaltungsgebäude, Schweißerei, Lager und Werkstätten auf insgesamt 6.000 Quadratmetern nichts mehr. „Für den Bau einer neuen Halle haben wir uns schon ein angrenzendes Grundstück gesichert“, sagt der Firmenchef.
Firmengebäude von Hydraulik-Paule in Luhe-Wildenau
Flüssiggastank von Hydraulik-Paule in Luhe-Wildenau

Umstieg von Erdgas auf Flüssiggas

Die Temperatur in den hohen und großzügig bemessenen Gebäuden hält Paulus bei konstant 18 Grad. „Läuft alles über eine Fußbodenheizung“, erklärt er. „Da muss man gar nichts mehr anfassen oder herumdrehen.“ Versorgungssicherheit ist für den Betrieb ein wichtiges Thema. „Deshalb bin ich von Erdgas auf Flüssiggas umgestiegen.“ Flüssiggas, auch bekannt unter der Abkürzung LPG für den englischen Begriff liquid petroleum gas, kommt überwiegend aus Europa nach Deutschland und wird entweder auf Bohrinseln oder in Raffinerien gewonnen. Die Entscheidung für den Energieträger ist Johann Paulus nicht schwergefallen: „Schon die Geflügelfarm meiner Eltern, auf der ich aufgewachsen bin, nutzte für ihren Energiebedarf Flüssiggas“, sagt er. Hinter dem Lager befindet sich neuerdings ein oberirdischer, mintgrün schimmernder Flüssiggas-Tank von PROGAS mit 6.400 Liter Fassungsvermögen. „Ende 2022 habe ich mich vom Erdgas verabschiedet.“ Seitdem speist sich die Gas-Therme für warmes Wasser, die sanitären Anlagen und die Fußbodenheizung aus Flüssiggas. Da eine Tankfüllung voraussichtlich einen ganzen Jahresbedarf deckt, entsteht dem Betrieb praktisch kein Aufwand. Johann Paulus kann sich voll und ganz auf sein Geschäft konzentrieren.

 „Nur drei Tage nach meiner Bestellung hat PROGAS den Tank angeliefert, es lief wirklich reibungslos“, lobt der Firmenchef. Im Handumdrehen war der Tank aufgestellt, der PROGAS-Monteur verlegte anschließend eine Gasleitung ins Gebäude hinein und schloss diese an die bestehende Leitung zum Heizgerät an, die Erdgaszufuhr ist jetzt stillgelegt. PROGAS-Fachberater Josef Gschrey ergänzt: „Fast jede Erdgas-Therme lässt sich schnell und einfach umstellen.“ Je nach Typ kann es genügen, lediglich eine Umstellung der Elektronik vorzunehmen oder aber die Zündgasdüsen auszutauschen.

Werkstatt von Hydraulik-Paule in Luhe-Wildenau

Spitzname aus Bundeswehr-Zeiten

Die Leidenschaft des Firmeninhabers für Hydraulik reicht lange zurück. „Schon in der Bundeswehr habe ich jeden Kurs und jeden Lehrgang mitgemacht, der sich mit Hydraulik beschäftigt“, erzählt er. „So bin ich zu meinem Spitznamen Hydraulik-Paule gekommen.“ Und sein Unternehmen zu seinem Firmennamen. Für die kommenden Jahre erwartet der Oberpfälzer eine stabile Geschäftsentwicklung. Zwar habe der Bauboom sein Geschäft nicht beeinflusst. Umgekehrt bedeutet das aber, dass er vom aktuellen Stillstand im Bauwesen auch nicht betroffen ist.

Noch mindestens drei Jahre möchte sich Johann Paulus voll dem Betrieb widmen, dann langsam zurückziehen und dem Sohn mehr Verantwortung überlassen. Seinem Interesse an Baustellen und schwerem Gerät tut das keinen Abbruch: „Für eine besondere Abriss-Aktion würde ich sogar in der Freizeit bis zu 500 Kilometer weit fahren“, sagt er. Ihm wird bestimmt nicht langweilig.

Bilder: Michael Herdlein

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