Die Endruschats setzen auf Flüssiggas
Der Kreis Schleswig-Flensburg ist die nordöstlichste Ecke der Republik. Hier haben sich Sabine und Piet Endruschat vor 20 Jahren ein Haus gekauft. Wobei, „Gemäuer“ trifft es wohl eher. „Das Gebäude war damals in einem schlimmen Zustand“, erinnert sich Sabine. „Wir brauchten sofort ein neues Dach und neue Fenster. Das war eine Menge Arbeit. Aber die hat sich gelohnt, denn wir waren von Anfang an richtig verliebt in unser uriges Haus und das große Grundstück mit seinem schönen Ausblick über die Felder.“ Inzwischen haben sich die beiden ein gemütliches Heim erschaffen: mit einer großen Wohnküche inklusive Kochinsel in der Mitte des langgestreckten Raums. Die ehemalige schwere Holztür besteht jetzt aus Glas und sorgt für einen schönen Lichteinfall. Die eigentliche Haustür ist an eine Giebelseite gewandert.
Sven Wied
Sven Wied
Starkes Team: Das Paar hat sich mit dem Umbau einen gemeinsamen Traum erfüllt.
Da das Haus der Endruschats einsam, außerhalb des kleinen Dorfes Mohrkirch und fernab von öffentlichen Leitungsnetzen liegt, muss das Paar in vielerlei Hinsicht eigenständig sein: „Wir haben zum Beispiel unser eigenes Klärwerk“, sagt Piet Endruschat beim Gang durch den Garten und zeigt in die östliche Ecke des 1.100 Quadratmeter großen Grundstücks. „Hier unterm Rasen liegt unsere persönliche Kanalisation, nur für uns.“ Mit ein wenig Abstand dazu steht der grasgrüne Flüssiggas-Tank. Hier draußen gibt es auch keine Anbindung an ein Gasnetz – Flüssiggas ist für das Paar daher die optimale Lösung. Schließlich wird es von Tankwagen auch in die entlegensten Winkel geliefert.
„Bei uns ist nur ein oberirdischer Tank möglich gewesen, weil wir hier sehr niedriges Grundwasser haben, aber das ist für uns gar keine Einschränkung. Denn wir haben einen großen Garten und hier am Rand unseres Grundstücks stört das niemanden“, sagt Sabine und zeigt auf das mobile Haus der beiden. „Da drüben steht unser Wohnwagen, mit dem wir oft verreisen. Da heizen wir schon länger mit Flüssiggas.“
Eine Tankfüllung fürs ganze Jahr
Das geht nun auch in ihrem Haus, das schon seit 1859 hier steht. Erst diente es als Gesindehaus für einen 500 Meter entfernten Bauernhof, später befand sich hier eine Schmiede. Inzwischen ist das urige Gebäude der Altersruhesitz der beiden, die nun ihre Rentenzeit genießen. Piet hat lange als Intensivpfleger im Krankenhaus gearbeitet und Sabine hat sich um die Zahlen eines Baumarkts gekümmert. Ihre Kinder sind längst erwachsen, Enkel gibt es auch schon.
Sven Wied
Sven Wied
Piet Endruschat kennt Flüssiggas schon vom Camping.
Leer ist das 160 Quadratmeter große Haus trotzdem nie, denn für reichlich Tumult sorgen Grete, ein Dobermann-Mischling, und die quirlige Pinscher-Hündin Anouk. „Die beiden halten uns ganz schön auf Trab“, sagt Sabine und läuft über den Flur weiter zum Heizungsraum, wo vor kurzem noch ein Öltank stand. Jetzt sorgt ein Gas-Brennwertkessel für Wärme. Gespeist wird er von dem 2.700-Liter-Tank im Garten, der in der Regel maximal knapp 2.300 Liter Flüssiggas enthält. „Das reicht ein ganzes Jahr lang für uns“, sagt Piet. „Wir haben ja noch einen Holzofen in unserer Wohnküche.“
Der Umstieg auf die neue Energieform lief insgesamt entspannt: PROGAS-Monteure haben den Tank für das Paar aufgestellt und angeschlossen. Davor hat der Sanitär- und Heizungsbetrieb Klaas Ewertsen aus Ahneby die beiden beraten und ihnen auch den passenden Gaskessel eingebaut. „Die neue Heizung ist sehr praktisch für uns“, erklärt Piet. „Wir können sie sogar über eine App steuern – also auch, wenn wir das nächste Mal mit unserem Wohnwagen nach Spanien fahren. Und günstiger ist das Heizen damit sowieso.“
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