Gaswärmepumpe Funktion – Effizient und umweltschonend heizen mit Gas

Lesezeit: 3 Minuten

Eine Gaswärmepumpe versorgt Ihr Haus mit Wärme aus kostenloser Umweltenergie – in Kombination mit Flüssiggas. Wir erklären, wie diese innovative Heiztechnologie funktioniert.


Immer mehr Verbraucher legen auch beim Heizen Wert auf Umweltschutz. Eine Wärmepumpe ist unter diesem Gesichtspunkt eine interessante Option. Denn sie kombiniert erneuerbare mit zuverlässig verfügbaren fossilen Energieträgern – zum Beispiel Flüssiggas. Zusätzlich zur Antriebsquelle Gas nutzt eine Gaswärmepumpe kostenfrei verfügbare Umweltwärme: aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft. Dadurch reduziert sich der Brennstoffbedarf spürbar. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Heizen mit Gas nach dem Kühlschrank-Prinzip

Doch wie funktioniert eine Gaswärmepumpe eigentlich genau? Wer weiß, wie ein Kühlschrank arbeitet, wird auch die Technik hinter dieser Heiztechnologie schnell verstehen – denn sie funktioniert nach dem umgekehrten Prinzip. Kurz gesagt entzieht ein Kühlschrank dem Innenraum und den darin gelagerten Lebensmitteln Wärme und gibt diese an die Umgebung ab. Wärmepumpen-Systeme entziehen der Umwelt mit einer vergleichbaren Methode Wärme und leiten sie ins Hausinnere. Diese Wärme wird durch ein raffiniertes Verfahren weiter angeheizt, sodass sie zum Heizen oder für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Das funktioniert sogar dann, wenn es draußen vergleichsweise kalt ist. Denn selbst in frostigem Erdboden oder kühler Winterluft steckt aus physikalischer Sicht noch eine Menge Energie.

Gaswarmepumpe

Das Grundprinzip einer Wärmepumpe: Aus Umweltenergie wird mit Hilfe von Flüssiggas Heizwärme.


Wärmepumpen-Prinzip: Erde, Grundwasser oder Luft angezapft

Alle gängigen Gaswärmepumpen arbeiten nach einem ähnlichen Grundprinzip. Wesentliche Unterschiede gibt es darin, wie sie die Wärme aus der Umwelt ziehen. Systeme, die das Erdreich als Quelle anzapfen, funktionieren zum Beispiel mit tief in den Boden reichenden Sonden oder sogenannten Erdwärmekollektoren. An die im Grundwasser enthaltene Wärme gelangt man dagegen mithilfe von Brunnen, und Luft von draußen können Ventilatoren ansaugen.

Übrigens: Obwohl ihr Name anderes suggeriert, sind Gaswärmepumpen nicht nur in den kälteren Jahreszeiten praktisch. Auch im Hochsommer sorgen sie für ein angenehmes Klima. Manche Systeme können nämlich heizen und kühlen. Dafür kehren sie einfach ihre Arbeitsrichtung um. Sie leiten Wärme dann nicht mehr von draußen nach drinnen, sondern von drinnen nach draußen. Eine sinnvolle Alternative zur strombetriebenen Klimaanlage, deren Betrieb oft kostspielig ist!

Gaswärmepumpe vs. Elektropumpe

Apropos Strom: Mit elektrischer Energie laufen auch sogenannte Elektrowärmepumpen. Allerdings haben Gaswärmepumpen im Vergleich einige Vorteile. So arbeiten sie effizienter und haben oft weniger bewegliche Bauteile. Das macht sie nahezu ausfallsicher und wartungsfrei. Darüber hinaus benötigen sie weniger Umweltwärme als ihre elektrisch betriebenen Pendants. Bohrungen ins Erdreich etwa müssen bei Gaswärmepumpen nicht so tief ausfallen.

Artikel zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020
Foto: klikkipetra/ Shutterstock.com

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