Flüssiggas in der Industrie: ROTPUNKT setzt bei der Produktion auf Flüssiggas

Lesezeit: 3 Minuten

Die Traditionsfirma aus dem hessischen Niederaula produziert nur drei Produkte. Am bekanntesten sind die bunten Isolierkannen – Design-Ikonen made in Germany.

Winterzeit – Kuschelzeit. Flauschige Decken, dicke Socken, behagliche Kaminabende und natürlich heiße Getränke haben jetzt Hochsaison und sorgen für gemütliche Stunden zu Hause. Ganz wichtig: Tee oder Kaffee sollen möglichst lange heiß bleiben! Dafür sorgt seit 1963 das Unternehmen ROTPUNKT Dr. Anso Zimmermann aus Niederaula. Und zwar mit einem Produkt, das bei vielen Deutsche auf dem heimischen Kaffeetisch steht: der Rotpunkt-Isolierkanne. „Die meisten Menschen kennen unsere Isolierkanne noch aus ihrer Kindheit“, erklärt Jesper Fox, Marketingleiter bei ROTPUNKT. „Viele Großmütter hatten damals eine unserer Kannen auf ihrem Kaffeetisch stehen.“ Und einige von ihnen benutzen ihre erste Rotpunkt-Kanne tatsächlich bis heute: „Die älteste Kanne, für die Ersatzteile ausgeliefert wurden, war 45 Jahre alt!“

Seit Jahr und Tag nur drei Produkte bei ROTPUNKT

Seit seiner Gründung konzentriert sich das Unternehmen auf Klasse statt Masse, legt Wert auf höchste Qualität: „Wir stellen nur drei Produkte her. Die Kanne, die Isolierflasche für Büro, Schule oder Uni. Und ein Speisegefäß“, sagt Jesper Fox. Diese dafür in allen möglichen Farben, Größen und Designs. Eines wird man bei ROTPUNKT jedoch vergeblich suchen: „Wir haben keine B-Ware, keine Restposten minderer Qualität. Es gibt nur Auslaufmodelle, die günstiger zu kaufen sind“, sagt Jesper Fox.

Bis heute ist das Unternehmen zu 100 Prozent in Familienbesitz. Gegründet von Dr. Anso Zimmermann, übernahm sein langjähriger Mitarbeiter und Vertrauter Peter Ludwig 1994 die Firma, als der Gründer plötzlich starb. Nach dem Tod von Peter Ludwig 2015 ging das Unternehmen an seine Ehefrau Christa. Seitdem leitet die Tochter Stephanie Ludwig-Weidemann das Unternehmen. Die Chefin sitzt mitten im Großraumbüro und ist jederzeit für ihre rund 80 Mitarbeiter, die meisten seit vielen Jahren im Betrieb, ansprechbar. Keine Vorstandsetage, kein Vorzimmer, noch nicht einmal ein eigenes Büro.

»Die meisten Menschen kennen unsere Isolierkanne noch aus ihrer Kindheit«
Jesper Fox

Fast komplette Produktion in Deutschland

In mehr als 120 Länder exportiert ROTPUNKT seine Produkte. Zu einem wichtigen Markt hat sich der Mittlere Osten entwickelt. „Das liegt an der besonderen Kaffee- und Teekultur dort“, weiß Betriebsleiter Hüseyin Timur. „Und auch an der Popularität des Gütesiegels ‚Made in Germany‘“. Alle Kannen, Flaschen und Gefäße montiert das Unternehmen ausschließlich in Niederaula bei Bad Hersfeld. Dort werden sie auch geprüft. Die einzelnen Bestandteile sind in Deutschland produziert, einzig der mundgeblasene Einsatz aus Rosalinglas kommt aus Indien. Die spezielle Technik für die Glasherstellung stellt jedoch ROTPUNKT dem Lieferanten zur Verfügung.

Bei der Qualitätskontrolle dieser Glaskolben in Niederaula kommt auch Flüssiggas zum Einsatz: Gasflammen erwärmen die Kolben von außen. Eine Prüfmaschine misst die Veränderung der Innentemperatur des Glaseinsatzes. Mehr als drei Grad Celsius darf diese Abweichung nicht betragen. Ist die Differenz größer, wird der Kolben umgehend vernichtet. So kommen nur die besten in die Kanne. Damit darin richtig heiß bleibt, was uns im Winter Wärme spenden soll.

Artikel zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020
Fotos: Julia Unkel

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