Hotel und Restaurants effizient heizen mit Flüssiggas

Lesezeit: 2 Minuten

Kochen, Heizen, Strom erzeugen: Zwei Gastronomen erzählen, warum sie in ihren Betrieben auf Flüssiggas setzen.


Bayerisches Flair, wohin man schaut: In den Fluren hängen Alpenpanoramen an der Wand, Holzschnitzereien zieren die Decke, in den Regalen stehen alte Bierkrüge. Ein Großteil der Einrichtung stammt noch aus der Zeit des Kaiserreichs und ist mehr als 100 Jahre alt. Dieses Ambiente und eine herausragende Küche machen das „Hirzinger“ aus. Das traditionsreiche Haus in der Nähe Rosenheims genießt in Bayern den besten Ruf.

So historisch das Gebäude, so innovativ ist dessen Strom- und Wärmeversorgung. Inhaber Lorenz Hilger setzt dabei auf ein mit Flüssiggas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dem er den Gasthof sowie das anliegende Hotel heizt und zugleich Strom für beide Gebäude erzeugt. „Das ist für uns der effizienteste Weg der Energieversorgung“, sagt der Hotelier.

Energiekosten senken in der Gastronomie

„Ein Flüssiggas-BHKW verwertet rund 90 Prozent des eingesetzten Brennstoffs. In einem Betrieb von der Größe des ,Hirzinger‘, mit 25 Zimmern und rund 1.000 Quadratmetern Betriebsfläche, rechnet sich die Investition bereits nach wenigen Jahren“, erläutert Joachim Schöller, der als Ingenieur des Flüssiggasversorgers PROGAS zahlreiche Hotels und Gastronomiebetriebe berät. Lorenz Hilger versorgt mit seinem BHKW zusätzlich noch zwei Einfamilienhäuser und das Gebäude der Feuerwehr mit Wärmeenergie.

In kaum einer anderen Branche gibt es für den Energieträger mehr Anwendungsmöglichkeiten als in der Hotellerie und Gastronomie. Flüssiggas beheizt hier Schwimmbecken, bereitet Warmwasser auf und kann in Kombination mit einer Gaswärmepumpe sogar kühlen und klimatisieren. Auch Küchenchefs schwören auf Flüssiggas, da sie damit schnell, komfortabel und punktgenau das Essen zubereiten können. Im Vergleich zu einer elektrisch betriebenen Küche liegen die jährlichen Betriebskosten zudem rund 30 Prozent niedriger.

Video: Kochen mit Flüssiggas

Flüssiggas als Teil des ganzheitlichen Energiekonzepts

Jede Energieanwendung braucht zuallererst eine fundierte Beratung. Damit hat Martin Freiberger gute Erfahrungen gemacht. Der Gastronom aus dem oberfränkischen Creußen bei Bayreuth kocht seit 1999 mit Flüssiggas. 2009 entschied er sich dafür, mit einem BHKW den Strom für sein Gasthaus „Im Gärtlein“ eigenständig zu erzeugen. Sein Versorger entwickelte ein passgenaues Konzept für seine Energieversorgung, das Freiberger überzeugte. Ein gutes Beispiel dafür, wie überzeugte Flüssiggas-Nutzer ihren Energieeinsatz optimieren können. Für einige Betriebe, die bereits mit Flüssiggas heizen oder kochen, kommen zum Beispiel ein BHKW für die Stromerzeugung oder auch Solarthermie für die Warmwasser­aufbereitung in Frage. Für andere genügt eine einfache, energieeffiziente Flüssiggas-Heizung.

Von der Technik, die dahinter steckt, bekommen die Gäste oft nichts mit. Im „Hirzinger“ in Söllhuben etwa ist stattdessen der alte Kachelofen in der Wirtsstube der Star. Angefacht wird dieser allerdings nur noch der gemütlichen Stimmung wegen. Denn geheizt wird die gute Stube, klar, mit Flüssiggas.

Artikel zuletzt aktualisiert am: 15.09.2020
Fotos: Michael Herdlein

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